Flexibles Büro, Co-Working oder doch ein eigenes Büro?

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Was sind die Vor- und Nachteile von flexiblen und eigene Büros und für wen eignen sich Co-Working Spaces?

 

Es ist einer der neuesten Trends: das flexible Büro. Schon 1995 eröffnete in Berlin das „C-Base“ – damals noch als Hackerspace bezeichnet, verfügte es über viele der Eigenschaften, die moderne, flexible Büros und Co-Working Spaces haben[1]. 2012 eröffneten die ersten Anbieter ihre Türen in Deutschland, in der Finanzmetropole Frankfurt gibt es inzwischen über 21 flexible Büros und Co-Working Spaces[2]. Jedoch stellen sich viele Arbeitnehmer die Frage, ob sie in einem flexiblen Büro arbeiten wollen oder ob nicht doch ein traditionelles, eigenes Büro die richtige Entscheidung wäre.

Was ist der Unterschied zwischen einem flexiblen Büro und Co-Working Space?

Wir haben lange darüber nachgedacht, wie wir die verschiedenen Büros nennen sollen. Flexible Büros und Co-Working Spaces haben viele Eigenschaften gemeinsam, so kann man in beiden sowohl als Freelancer, als auch mit mehreren Mitarbeitern arbeiten. Daher haben wir uns entschieden, flexible Büros und Co-Working Spaces in eine Kategorie zu fassen. Wenn Du also den Begriff „flexibles Büro“ siehst, kann das auch ein Co-Working Space sein.

Was ist Co-Working?

Co-Working beschreibt das Arbeiten in einem mit anderen Menschen geteilten Büro. Co-Working Spaces und flexible Büros stellen Arbeitsplätze bereit, welche von Freiberuflern und Selbstständigen, aber auch von Firmen angemietet werden können, um dort zu arbeiten. Durchschnittlich hat ein solches Space in Deutschland etwa 67 Schreibtische und stellt Drucker, Getränke, Snacks und Internetzugang bereit [3]. Mitgliedschaften werden gestaffelt verkauft und können monatlich gekündigt werden, ähnlich wie das Netflix Abonnement. Bei den meisten Providern gibt es mindestens drei verschiedene Kategorien: ein sogenanntes „Hot Desk“, also einen beliebigen Arbeitsplatz in den Räumlichkeiten, ein „Fixed Desk“, quasi ein permanenter Schreibtisch, der reserviert wird oder ein privates, abschließbares Büro [4] [5].  Wenn du wissen möchtest, wie Hot Desking funktioniert, dann lies hier nach.

Die Kernfrage: Welchen Bedarf habe ich?

Im ersten Schritt solltest du wissen, für wie viele Menschen das Büro sein soll. Nur knapp 3 Prozent der Co-Working Spaces in Deutschland richten sich an Unternehmen mit 20 bis 100 Angestellten [6]. Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern sind die Kernzielgruppe für Co-Working Spaces - wir sprechen hier von Start-ups und Arbeitnehmern, welche oft durch das Co-Working Space andere Menschen kennen lernen und ein größeres Netzwerk aufbauen wollen. Dazu muss man in einem eigenen und sogenannten privaten Büro sein Netzwerk etwa durch die Teilnahme bei verschiedensten Events vergrößern.

 

Ein großer Vorteil privater Büros ist es, dass man nicht so oft von anderen angesprochen oder abgelenkt wird, obwohl die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen auch von vielen als Stärke der flexiblen Büros betrachtet wird und einen motivierenden Effekt hat [7]. Auch die Co-Working Provider sind darauf aufmerksam geworden, und nutzten 2018 etwa ein Fünftel ihres verfügbaren Platzes als eigene Büroräume - das sind etwa 10 Prozent mehr als im Vorjahr [8]. Hierdurch können Kunden gegebenenfalls das „Best of Both Worlds” erleben, obwohl dies auch mit einem Aufpreis verbunden ist, welcher von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich ist.

Welche Vorteile bietet ein privates Büro?

Private Büros bieten ihren Kunden einen anderen Charme, vor allem aber die dauerhafte Nachhaltigkeit des Büros und der Einrichtung. Da hier die Teams unter sich arbeiten können, ohne Ablenkungen von anderen, werden manche Ideen in einer effizienteren Art und Weise geplant und umgesetzt [9]. Jedoch gibt es auch mehrere Studien, welche bei Selbstständigen im Co-Working eine höhere Produktivität als bei Büroangestellten feststellen konnten [10]. Ein Problem der Spaces ist, dass oft mehrere Wettbewerber auf kleinem Raum sind. Büroinhaber können sich hingegen vergewissern, dass ihr Kundenbesuch professionell und diskret behandelt wird und nicht von anderen negativ beeinflusst werden kann. 

 

Neben der angemessenen Größe der Fläche, müssen viele Faktoren stimmen: Unter anderem, die Lage der Büroräume, Parkmöglichkeiten und Verkehrsanbindung, die Geräuschkulisse, die Ausstattung und Helligkeit der Räume stimmen, damit alle Mitarbeiter in dem potenziellen Büro optimal arbeiten können, ohne ggf. von einer zu kleinen Küche oder zu niedrigeren Internetgeschwindigkeit gestört zu werden. Vor allem ältere Räumlichkeiten haben oft Signalprobleme für bei der Mobilfunknutzung oder eine schlecht aussehende Fassade. Da der erste Eindruck beim Kunden viel ausmacht, sollten all diese Faktoren bei einer Entscheidung in Betracht gezogen werden. Hier findest du heraus, wie viel Bürofläche du benötigst, um eine angenehme Atmosphäre im Büro zu schaffen.

Wie miete ich am einfachsten?

Um das perfekte private Büro zu finden, nutzen viele einen Makler, der sich in der Gegend gut auskennt. Oft werden Mietverträge genutzt, welche einen Zeitraum zwischen sechs und 36 Monaten haben, wobei manche Büroräume auch gekauft oder geleased werden. Beginne Deine Suche nach einem privaten Büro, inklusive einzigartiger Provisionsbeteiligung gerne hier. Als Mieter sind manche Räumlichkeiten schon eingerichtet und man kann selbst nicht mehr viel machen. Jedoch kann die Miete auch versteuert werden, was das Mieten eventuell interessanter als das Kaufen macht, da für Letzteres auch eine gewisse Liquidität vorhanden sein muss. Die Suche nach eigenen Büros kann doppelt so lange dauern, wie die Suche nach Co-Working Spaces - die innerhalb von 24 Stunden einen Schreibtisch hervorbringt. Man kann auch ein eigenes Büro auf täglicher bzw. monatlicher Basis im Co-Working Space anmieten. Die Innenausstattung ist in der Regel schon vorgegeben, wobei man sich seinen Schreibtisch so gestalten kann, wie man will.

Was ist für mich das Richtige?

Natürlich kann diese Frage nur jeder für sich beantworten, jedoch sollte man beide Optionen gesehen haben, bevor man sich entscheidet. Das nächste Co-Working Space lässt sich über eine schnelle Google-Suche finden und bei vielen bekommt man noch am gleichen Tag einen Besichtigungstermin. Für das eigene Büro schaut man am besten auch zuerst bei Immobilienbörsen vorbei und kontaktiert einen Makler. Es gibt für jeden das passende Büro, denn: wer suchet, der findet

 

 

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Wir helfen wir Ihnen gerne weiter.
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Fußnoten:

[1] https://www.coworkingresources.org/blog/history-of-coworking

[2] https://coworkingguide.de/die-ffm-u-bahn-coworking-map/

[3] http://www.deskmag.com/de/coworking-spaces-in-deutschland-2018-marktreport-studie-erhebung-993

[4] https://www.beehive.work/

[5] https://www.wework.com/de-DE/buildings/neue-rothofstrasse-13-19--frankfurt

[6] http://www.deskmag.com/de/coworking-spaces-in-deutschland-2018-marktreport-studie-erhebung-993

[7] https://www.freelance.de/blog/der-trend-zum-coworking/

[8] http://www.deskmag.com/de/coworking-spaces-in-deutschland-2018-marktreport-studie-erhebung-993

[9] https://www.forbes.com/sites/alankohll/2019/01/24/how-your-office-space-impacts-employee-wellbeing/#2eaf5def64f3

[10] https://www.business.com/articles/coworking-74-of-coworkers-are-more-productive/